Ich bin da, wenn niemand mehr spielt.Wenn Schultern sinken. Wenn ein Lachen nicht geplant war. Ich glaube an Bilder, die man fühlt. Nicht an perfekte Momente. Sondern an wahre.
KAPITEL I
Ankommen
Am Anfang ist nichts Spektakuläres. Ein Blick. Ein Atemzug. Ein kleines Zögern.
Ich greife nicht ein. Ich lasse Zeit.
Denn das Wesentliche zeigt sich leise. Immer.
KAPITEL II
Gesichter
Ein Gesicht erzählt mehr, als Worte es könnten. Es trägt Spuren. Erinnerungen. Leben.
Ich suche nicht nach Schönheit. Ich suche nach Wahrheit.
Manchmal liegt sie im Lachen. Manchmal in der Stille danach.
KAPITEL III
Nähe
Nähe lässt sich nicht anweisen. Sie passiert. Oder nicht.
Ich warte, bis sie da ist. Zwischen Menschen. Zwischen Händen. Zwischen Blicken.
Und dann halte ich sie fest. Behutsam.
KAPITEL IV
Familie – Feiern – Freunde
Familie ist kein Bild. Familie ist Bewegung.
Chaos. Nähe. Manchmal Überforderung. Oft Liebe.
Ich will nichts glätten. Nichts ordnen. Ich will zeigen, wie es sich anfühlt.
Feiern sind laut. Und leise zugleich.
Zwischen all den Worten passiert das Eigentliche: Ein Zittern. Ein Festhalten. Ein Atemzug zu viel.
Ich fotografiere nicht den Tag. Ich fotografiere das Gefühl, das bleibt, wenn er vorbei ist.
Freundschaft ist kein Versprechen. Freundschaft ist ein Dazwischen.
Lachen. Schweigen. Abstand. Wiederkommen.
Menschen, die bleiben, auch wenn sie gehen könnten. Die zuhören, ohne alles lösen zu müssen.
Nicht immer leicht. Nicht immer nah. Aber echt.
Ich will nichts erklären. Nichts beschönigen. Ich will zeigen, wie Freundschaft sich anfühlt.
KAPITEL V
Im Tun
Wenn Menschen arbeiten, zeigen sie sich.
Ohne Maske. Ohne Rolle.
Hände werden sicher. Blicke konzentriert. Zeit verliert an Bedeutung.
Ich bin da, wenn jemand ganz bei sich ist.
KAPITEL VI
Leidenschaft
Leidenschaft macht leise. Oder laut.
Sie verändert Körperhaltung. Blickrichtung. Energie.
Ich folge ihr. Mit der Kamera. Ohne sie zu stören.
KAPITEL VII
Schwarz & Weiß
Schwarz-weiß ist kein Stil. Es ist eine Entscheidung.
Weniger Ablenkung. Mehr Gefühl.
Farbe bleibt, wenn sie zur Geschichte gehört. Nicht mehr. Nicht weniger.
KAPITEL VIII
Vertrauen
Gute Bilder entstehen nicht durch Technik. Sondern durch Vertrauen.
Wenn jemand vergisst, dass ich da bin.
Dann beginnt meine Arbeit.
EPILOG
Was bleibt
Am Ende bleiben keine Bilder. Es bleibt das Gefühl.
Ein Augenblick, der nachklingt. Eine Nähe, die man nicht erklären muss. Ein Moment, der echt war.
Kunst beginnt dort, wo Erinnerung lebendig wird.
Wenn du willst, halten wir diesen Moment fest – für das, was bleibt.